Mathe üben ohne Frust: Die 20-Minuten-Routine für Klasse 1 bis 4
Shownotes
Du willst mit deinem Kind ganz entspannt Mathe üben, und nach 20 Minuten sitzt ihr beide frustriert am Tisch. Das liegt meist nicht an deinem Kind, sondern an Übungen, die den Schritt viel zu groß ansetzen. Ich zeige dir eine Übungsroutine von etwa 20 Minuten am Tag, die in Klasse 1 bis 4 funktioniert: wie lange du üben solltest, warum die Hausaufgabenzeit reicht, und wie du die vier Lernebenen nutzt, also Handlung, Bild, Verinnerlichung und erst dann die Aufgabe. Am Beispiel „Zerlegen der 8“ siehst du, wie das am Küchentisch aussieht.
DARUM GEHT'S IN DIESER FOLGE
00:00 Frust beim Üben: Woran es wirklich liegt
00:22 Die Übungsroutine für Klasse 1 bis 4
00:38 Wie lange soll ich mit meinem Kind üben?
01:27 Jeden Tag wie beim Zähneputzen
02:04 Die richtigen Fragen beim Üben
02:16 Die 4 Lernebenen und Ebene 1: Handlung
03:44 Ebene 2: Bild
04:49 Ebene 3: Verinnerlichung, im Kopf arbeiten
05:12 Der Schritt, der in der Schule fehlt
06:39 Beispiel: Die 8 zerlegen auf allen Ebenen
09:00 Zu abstrakt? Geh eine Ebene runter
09:25 Ohne Zeitdruck: Gras wächst nicht schneller
09:58 Familie Hauser: von 1 Stunde auf 20 Minuten
10:20 Einladung zum Live-Workshop
ÜBER CHRISTINE
Ich bin Christine Strauß-Ehret, ehemalige Förder- und Grundschullehrerin mit über 20 Jahren Erfahrung und Gründerin von Würfelhaus. Mein Ansatz: Zählen ist nicht Rechnen. Kinder, die in Mathe hängen bleiben, haben meist kein Übungs-, sondern ein Verständnisproblem an der Wurzel: das Mengenverständnis.
👉 Kostenloser Live-Workshop mit Christine, jeden Dienstag um 20 Uhr: https://www.wuerfelhaus-rechnen.de/pod-workshop-online
Transkript anzeigen
00:00:00: Vielleicht kennst du das.
00:00:01: Du willst mit deinem Grundschulkind ganz entspannt Mathe üben und nach zwanzig Minuten sitzt ihr beide frustriert am Tisch!
00:00:09: Das liegt nicht wirklich an deinen Kindern, sondern meist an den Übungen die du mit deinim Kind durchfüsst weil die meisten Arbeitsblätter den Schritt viel zu groß ansetzen und schon das abfragen was erst am Ende des Lernwegs stehen sollte.
00:00:23: Ich zeige dir eine Übungsroutine von etwa zehn Minuten am Tag, die in Klasse eins bis vier erfolgreich funktioniert.
00:00:30: Übrigens dieses Video ist Teil einer Serie über den Mattestart ins neue Schuljahr und dieser Teil ist der vierte!
00:00:38: Viele Eltern fragen mich an der Stelle – Christine wie lange soll ich damit mit meinem Kind üben?
00:00:43: Und wir von Würfelhaus, wie empfehlen immer etwa zehn bis höchstens fünfzehn Minuten für Erstklässler.
00:00:49: Für Zweitklässer vielleicht fünf Minuten länger aber auf keinem Fall zusätzlich!
00:00:54: Das heißt bitte nicht das Kind nerven und nach den Mathe-Hausaufgaben gleich nochmal ernst drauf setzen und noch mal üben sondern nutze die Übungszeit der Hausaufgabe, um mit deinem Kind richtig zu üben.
00:01:06: Das heißt du musst nicht zwingend die Hausaufgarbe mit deinm Kind machen sondern du solltest schauen dass du in der Zeit effektiv das mit einem Kind übst was es gerade braucht und generell reichen ungefähr zehn Minuten.
00:01:18: Das ist natürlich besser.
00:01:19: Du arbeitest jeden Tag, zehn Minuten und ungefähr zehn Minuten, fünfzehn Minuten mit deinem Kind für zweit.
00:01:25: Das Kinder darfst ruhig auch mal zwanzig Minuten sein!
00:01:27: Und wenn du das jeden Tag machst, dass es quasi wie beim Zähneputzen zu einer Routine bei deinem kind wird dann hast du einen größeren Effekt als wenn du nur ein bis zweimal oder vielleicht nur am Wochenende etwas mehr mit deinim Kind übst oder in den Ferien ein Stabel von Arbeitsplättern ausfüllen lässt.
00:01:43: nochmal zehn Minuten richtig üben mit der richtigen Strategie richtigen Aufgaben, die dem Lernstand eines Kindes entsprechen.
00:01:50: Da ist es wesentlich effektiver als... Ja, Viertelstunde halbe Stunde.
00:01:55: Dinge üben die zu schwer sind für dein Kind, die dem Lernstand nicht entsprechen.
00:01:59: Die vielleicht auch die mathematische Entwicklung deines Kindes überhaupt nicht wirklich fördert.
00:02:05: also schau braucht es mein kind?
00:02:07: ist es wichtig für meinen kind?
00:02:08: ja was genau sollen wir üben?
00:02:10: wie sollen wir es üben?
00:02:11: das sind die richtigen fragen die du der in dieser Übungsroutine stellen solltest.
00:02:16: Du solltest auch in deiner Übung Routine vier lernebene nutzen.
00:02:20: die Schule verwendet meist nur drei und ich erklär dir gleich den Unterschied.
00:02:24: Starte immer beide Handlungen, das ist die erste Lernebene die handelnde Erarbeitung des mathematischen Themas.
00:02:33: Das macht die Schule auch, sie lässt das Kind handeln, sie lasst die Kinder an verschiedenen Materialien erarbeiten und die Themen erarbeiten – und das ist natürlich auch sehr wichtig!
00:02:42: Die Handlung sollte aber nicht abzählen sein.
00:02:45: Das ist quasi dann kontraproduktiv,
00:02:48: d.h.,
00:02:48: die Handlung führt zum Verständnis wenn ein Thema noch nicht verstanden wurde, aber nicht dann nicht, wenn das Kind eben nur abzählt, z.B.
00:02:59: Was genau ist an dieser Aufgabe zu tun?
00:03:01: Was genau bedeuten die Zahlen, was ist Dreiundzwanzig und was ist Vierzehn.
00:03:05: Was bedeutet ein Pluszeichen?
00:03:06: Was sollst du jetzt tun das es einen zusammenfügen?
00:03:10: Also wir haben zwei verschiedene Mengen oder zwei Zahlen und wir müssen beide Zahlen zusammenrechnen.
00:03:15: Wie machst du das?
00:03:17: Und dann diese Handlung mit dem Kind durchführen, aber so dass das Kind an der Handlung das Thema verstehen kann also auch selbst die Handlung durchführt und selbst über die Handlungen zum Verständnis kommt nicht über deine Erklärung.
00:03:30: Also schau, dass du nicht immer deinem Kind die Themen erklärst sondern dass zu deinem kind über kluge Fragen das Thema näher bringen.
00:03:39: Was solltest du jetzt tun?
00:03:40: Wie ist dein Weg, was ist deine Idee zu dieser Aufgabe.
00:03:44: So dann die nächste Ebene ist wenn dein Kind auf der Handlungsebene verstanden hat, was es macht also was gefordert ist und wie er über die Handlung die Aufgabe löst, dann lasse dein Kind diese Handlungen auf ein Bild übertragen.
00:04:00: Jetzt kann dein Kind nicht mehr handeln.
00:04:01: Es kann also nicht mehr schieben oder bewegen Sondern es schaut einfach nur noch auf ein bild einer bestimmten Menge.
00:04:08: Also wenn es wieder um die Aufgabe Dreiundzwanzig Plus Vierzehn geht, dann eben nicht abzählend jetzt an der Menge an den Bildern arbeiten lassen.
00:04:16: Sondern nochmal das abrufend was dein Kind in der Handlung schon verstanden und erarbeitet hat.
00:04:22: zum Beispiel ich lege zu den zwei Szenen noch ein Szener dazu Ich lege zum drei einen noch vier einer dazu.
00:04:29: so füge ich beide Summanten zusammen zu einer Summe.
00:04:32: also so krieg ich ein Ergebnis.
00:04:34: Das wäre das was das Kind auf der Handlungs Ebene für sich arbeitet.
00:04:38: Wie ist mein Rechenweg?
00:04:39: Es kann auch bei den Einern anfangen, ja es könnte auch erst die Einer dazu machen und dann die Zehne.
00:04:44: also wie auch immer dein Kind das lösen möchte – das ist sein Weg!
00:04:49: Die nächste Stufe ist dann die Verinnerlichungsebene.
00:04:52: Das heißt in dein Kind sollte lernen jetzt im Kopf zu arbeiten.
00:04:56: Wieder bei der Aufgabe XXIII plus XIV sollte es nun langsam anfangen sich die XXIII als Menge verstanden oder verstehend im Kopf abzubilden und dann zu wissen, okay wenn ich jetzt noch vierzehn dazu mache.
00:05:10: Wie mache ich das?
00:05:12: Dieses nach innen nehmen, das fehlt in der Schule.
00:05:15: Es ist also eine Handlung ein Bild Und dann kommt direkt die Aufgabe.
00:05:19: Also die reinen Zahlen sag' ich halt so Die abstraktionsebene, die Aufgabenebene.
00:05:24: und da fehlt Ein großer Schritt den der für die kinder eigentlich wirklich wichtig wäre nämlich Das ganze von außen nach ihnen zu nehmen ja und dann mit diesen Zahlen im Kopf zu rechnen.
00:05:38: Das machst du nämlich auch, wenn ich dir sage wie rechnest du der in ... dann wirst du wahrscheinlich gleich anfangen zu rechen und du wirst mir gleich deinen Rechenweg sagen können und die Lösung.
00:05:51: Das ist aber gar nicht das Wichtige was ich wissen will von Kind sondern ich will wissen Wie arbeitest du innerlich?
00:05:57: Was passiert wenn ich eine Aufgabe sage?
00:05:59: Du bist gleich beim Rechnen!
00:06:01: Aber es passiert etwas vorher weil du schreibst dir die Aufgabe auf einen Zettel oder auf jeden Fall schreibst du dir die Aufgabe innerlich auf, weil Du willst ja nicht permanent da sitzen und die Aufgabe vor Dich hin sagen so dass Du sie dir merken kannst sondern Du willst Ja die Aufgabe lösen.
00:06:18: Und die Frage ist jetzt wie schreibste Dir das auf?
00:06:21: Hast Du Dir auch die ganze Aufgabe aufgeschrieben?
00:06:24: Die Achtendvierzig plus neunzwanzig ist gleich vielleicht sogar noch ein Strich Oder hast Du nur die zwei Zahlen aufgeschieben?
00:06:30: Haste Sie nebeneinander oder sogar untereinander geschrieben?
00:06:33: was genau hast Du in Deinem Kopf gemacht.
00:06:36: Und das ist das, was ich unter innerem Arbeiten verstehe.
00:06:39: Ich mache dir mal ein Beispiel zu den vier Lernebenen zum Thema zerlegen der Menge acht.
00:06:45: Zerlegen heißt nichts anderes.
00:06:47: wie ich nehme die Menge acht auseinander und ich mache aus dem ganzen Teile.
00:06:52: Das ist ein sehr wichtiges Thema in der ersten Klasse.
00:06:55: darüber wird das Mengenverständnis mitbegründet.
00:06:57: Das Kinder lernen das, indem sie zum Beispiel zu einem Zahlenhaus ausfüllen.
00:07:01: Oben im Dach steht dann eine Zahl und unten stehen dann andere Zahlen die dann ergänzt werden sollen.
00:07:08: zu der Zahl im DACH.
00:07:09: Und wie lösen dass?
00:07:10: die Kinder meistens?
00:07:11: Kinder die kein Mengenverständnis haben und über das Zell nur zur Lösung kommen können Die Zellen von einer kleinen Zahl zur großen zahlen im dach weiter!
00:07:19: Und das ist kein verständiges Verlegen der Menge.
00:07:22: Du solltest beim zerlegen der Menge ach zum Beispiel bei der Handlung anfangen vor.
00:07:27: Du hast jetzt hier acht kleine grüne Reise liegen, also Blättchen oder acht Steinchen in der gleichen Farbe und du legst sie so wie ein Würfelbild unten fünf oben drei das ist zusammen acht.
00:07:39: Du kannst oben drei wegschieben und das Kind zieht es bleiben noch fünf.
00:07:43: So kannst du über die Handlung erstmal deinem Kind das Thema näher bringen.
00:07:48: dann nimmst du die Bildebene die die Blättchen oder die Steinchen bleiben liegen und jetzt zeigst du deinem Kind nur noch drauf.
00:07:54: Guck mal, ich nehme stelle hervor, ich nehm hier unten die Fünft weg.
00:07:57: was bleibt denn dann für dich?
00:07:58: Und ein Kind wird sagen drei ja so kannst du quasi dann über das Bild und über eine angedeutete Handlung aber nicht mehr wirklich durchgezogener Handlung oder vollzogene Handlung kannst du dann deinem kind eben verständlich machen.
00:08:12: lerne wie man die acht in welche Teilmengen man die achts erlegen kann.
00:08:16: Und jetzt kommt der wichtige Schritt, nämlich stell dir das im Kopf vor.
00:08:20: Jetzt stellst du dir mal die Fünfe unten fünf oben drei als Bild vor.
00:08:25: und jetzt sage ich dir mal nimm zum Beispiel sieben weg unten die fünf oben zwei.
00:08:30: was bleibt übrig?
00:08:31: Du wirst sofort sagen eins und genau so kannst du vorgehen.
00:08:34: und am Ende fragst du dein Kind ab wir teilen acht auf in fünf drei in sechs und zwei, in vier und vier.
00:08:44: Und das Kind kann es jetzt über die innere Vorstellung lösen.
00:08:49: In meinem Live-Workshop, den ich jeden Dienstagabend um zwanzig Uhr für Eltern durchführe, zeige ich am Beispiel einer Zehnerüberschreibung ganz genau wie die vielen Lernebenen zu verwenden sind!
00:09:00: Also nochmal, wenn du merkst die Rechenaufgabe ist so abstrakt, dein Kind kann sie noch nicht gut.
00:09:04: Dann weißt du das ist nicht die Ebene auf der du dich bewegen solltest.
00:09:07: Du solltest runtergehen auf die anderen Ebenen und deinen Kind über Handlung bildt und dann Verinnerlichung helfen diese Aufgabe auf der abstrakten Ebene dann letztendlich zu lösen.
00:09:19: Das ist dann der nächste Schritt!
00:09:20: Du übst genau da wo dein Kind mitkommt und hilfst ihm dann den nächsten Schritt zu gehen.
00:09:25: Was du weglassen musst, ist der Zeitdruck den viele Eltern mitbringen.
00:09:29: Gras wächst nicht schneller wenn man daran zieht!
00:09:31: Bitte stresse dein Kind nicht, nehm kein Material zum Abzählen, bring ihm keine Rechendricks bei, nimm nicht zu schwere Aufgaben, schaffe erst die einfachen Aufgaben mit deinem Kind und dann geh erst auf die Abstrationsstufe, wenn dein Kind über die Handlung verstanden hat um was es da geht, über die Bildebenen nachvollzogen hat und was das geht und dann innerlich damit arbeiten kann mit den Zahlen oder mit den Bildern.
00:09:58: Dann geht es dir wieder, Familie Hauser die wir begleitet haben in ihrer Tochter Julia und sie haben uns zurückgemeldet dass die Mathehause nun von vorher fast einer Stunde auf etwa zwanzig Minuten gesunken ist und das einfach nur weil ihre Tochter Julia immer nur auf der Lernebene die Aufgaben lösen musste oder sollte auf der Sie gerade standen und dadurch war der Stress weg.
00:10:20: Ich lade dich ganz herzlich zu meinem Workshop ein, der immer Dienstagsabend zum zwanzig Uhr stattfindet.
00:10:25: Ich zeige dir dort eine schnelle und erfolgreiche Lösung für ein gelungenes Mathe-Schuljahr ohne Hausaufgabenstress!
Neuer Kommentar